Mobilitätsplan der Stadt Zittau und Ortsteile 2035

Mobilität gemeinsam weiterdenken

Die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft erarbeitet bis Mitte 2027 den Mobilitätsplan „SUMPGreenZitty2035“, der Ziele und Maßnahmen für die Mobilität von heute und morgen zusammenführt. Im Fokus stehen eine gute Erreichbarkeit, hohe Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität – damit alle in Zittau in der Innenstadt und in den Ortschaften sicher, bequem und möglichst umweltschonend unterwegs sein können. Der Mobilitätsplan betrachtet dafür alle Verkehrsträger, d.h. den Fuß- und Radverkehr, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Wirtschaftsverkehr und den motorisierten Individualverkehr.

Darum geht's beim Mobilitätsplan Zittau

Zittau ist Lebens-, Arbeits- und Bildungsort für viele Menschen im Stadtzentrum und in den Ortsteilen. Mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept (InSEK) hat die Große Kreisstadt Zittau 2024 ihren strategischen Rahmen für die kommenden Jahre beschlossen. Für Mobilität wurde dort als Ziel formuliert: Mit dem Handlungsfeld werden Maßnahmen der klimafreundlichen Mobilität umgesetzt, die Erreichbarkeit von Mittel- und Oberzentren wird verbessert, der ÖPNV grenzüberschreitend ausgebaut und der ländliche Raum wird besser angebunden. Diese Zielsetzung wird nun mit dem Fachplan des SUMPGreenZitty2035 – der nachhaltige Mobilitätsplan Zittau 2035 für eine zukunftsfähige Mobilität vertiefend verfolgt.

Ziel ist es, Mobilität in Zittau durch eine gute Erreichbarkeit, hohe Sicherheit, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und komfortable Nutzung aller Verkehrsmittel bei schonendem Umgang mit Energie und Flächen zu gestalten. Schwerpunkte der Untersuchungen sind der Fußverkehr, Radverkehr, öffentlicher Personennahverkehr, Wirtschaftsverkehr und motorisierter Individualverkehr.

Der Mobilitätsplan wird fachlich von der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit den beiden Planungsbüros PTV und STRATMO bis Mitte 2027 erarbeitet. Als integrierter Planungsansatz werden Strategien und Maßnahmen für Mobilität eng mit bestehenden Konzepten wie dem InSEK oder dem Klimaschutzkonzept der Stadt abgestimmt. Damit werden die besonderen Rahmenbedingungen Zittaus berücksichtigt – die historische Innenstadt, die Ortsteile, die Lage im Dreiländereck und die demografische Entwicklung.

Der Mobilitätsplan entsteht schrittweise:

1. Analyse der Ausgangslage
2. Festlegung gemeinsamer Ziele
3. Erarbeitung konkreter Maßnahmen
4. Beschluss und Umsetzung

Gleichzeitig lebt der Prozess vom Mitwirken der Stadtgesellschaft: Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen, Schulen und Institutionen bringen ihre Erfahrungen und Hinweise ein. Das Beteiligungskonzept sieht dafür verschiedene Veranstaltungsformate und eine begleitende Online-Beteiligung im Beteiligungsportal Sachsen bis Ende August 2026 vor.

Der SUMP Zittau ist damit ein weiterer Baustein, um die Stadt gut erreichbar, lebenswert und wirtschaftlich stark in die Zukunft zu führen.

Prozess und Meilensteine

Prozess und Meilensteine

1. Analyse der Ausgangslage

Im Zuge der Bestandsanalyse werden die bestehenden Pläne gesichtet und deren Ziele und Handlungsansätze aufbereitet. Diese bilden den Rahmen für die weiteren Arbeiten. Es werden Strukturdaten, zum Beispiel zur Einwohner- und Arbeitsplatzentwicklung ebenso ausgewertet, wie Zähldaten des Rad- und Kraftfahrzeugverkehrs und in Bus- und Bahnlinien. Zusätzlich werden Unfallschwerpunkte und Kennwerte zum Mobilitätsverhalten, bspw. zur Verkehrsmittelwahl, analysiert.

Im Juni 2026 fanden Verkehrszählungen an Knotenpunkten wie z.B. am Ottokarplatz, an der Schillerstraße/Goethestraße/Arndtstraße sowie an der Humboldtstraße/Schrammstraße statt.

Die Daten werden derzeit ausgewertet. Mit Hilfe dieser Daten wird ein Verkehrsmodell aufgebaut, mit dem die Verkehrsnachfrage für einen Horizont bis 2040 prognostiziert werden kann. Damit wird es möglich, Wirkungen von strukturellen Entwicklungen sowie von Infrastrukturmaßnahmen oder Änderungen im Bus- und Bahnangebot vorab sichtbar zu machen.

Die Analysen werden durch Einschätzungen aus dem Beteiligungsverfahren und durch Erkenntnisse aus der Ortsbesichtigung ergänzt.

Im Ergebnis der Analyse werden die bestehenden Stärken und Schwächen der Mobilität in Zittau und die erwarteten Entwicklungsrisiken und Chancen zusammengefasst.

2. Festlegung gemeinsamer Ziele - Strategieentwicklung

Aufbauend auf der Analyse wird die grundsätzliche strategische Ausrichtung der Mobilitätsplanung in Zittau für die kommenden Jahre bestimmt. Das zentrale Ergebnis dieser Phase ist ein Leitbild, das den verbindlichen Kompass für spätere Entscheidungen darstellt. Dieses wird durch konkretisierende Ziele ergänzt, welche für die Bewertung der in der folgenden Phase erarbeiteten Maßnahmen genutzt werden.

3. Erarbeitung konkreter Maßnahmen

Um die abgestimmten Ziele für die Mobilität in Zittau und Ortsteilen 2035+ zu erreichen, werden Maßnahmen für alle Verkehrsarten entwickelt. Diese Vorschläge, die von baulichen Veränderungen über organisatorische Ansätze bis hin zu digitalen Informationsangeboten reichen können, werden anhand ihrer Wirksamkeit und Aufwände bewertet. Dies geschieht mit Hilfe des Verkehrsmodells. Im Ergebnis wird ein Handlungskonzept vorgeschlagen, was als Leitlinie für die Mobilitätsplanung der nächsten Jahre dienen soll. Dazu wird ein Umsetzungsplan entworfen, in dem ein Verfahren zur Evaluation des Umsetzungsprozesses vorgeschlagen wird. Anschließend wird die Öffentlichkeit erneut aktiv einbezogen, um die geplanten Maßnahmenpakete zu diskutieren und zu bewerten, bevor der endgültige Umsetzungsplan festgelegt wird.

4. Beschluss und Umsetzung

Alle Ergebnisse des Projektes werden in einer Abschlussdokumentation zusammengeführt, die den Weg der Mobilität in Zittau und den Ortsteilen bis zum Horizont 2035 und darüber hinaus skizziert. Dieser fertige Mobilitätsplan wird den politischen Gremien zur finalen Beschlussfassung vorgelegt. Mit der Fertigstellung beginnt die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen zusammen mit einem begleitenden Monitoring.

Fussgängerampel vom Bahnhof in die Innenstadt Zittaus

So können Sie sich beim Mobilitätsplan Zittau einbringen

Bürgerbeteiligung

Die Erarbeitung des Mobilitätsplans basiert auf den Bewertungen des Verkehrssystems von den Bürgerinnen und Bürgern in Zittau. Denn die Planung lebt vom Wissen und den Erfahrungen der Menschen vor Ort. Daher möchten wir Sie herzlich einladen, die heutige Mobilitätssituation in Zittau zu bewerten:

Was funktioniert gut? Wo gibt es Hindernisse oder Unsicherheiten? Welche Wege fehlen?

Ihre Hinweise helfen, Stärken und Schwächen besser zu erkennen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Die Beteiligung ist auf mehreren Wegen möglich:

Online:

 

Veranstaltungen vor Ort:

  • Es sind insgesamt vier Veranstaltungen Zittau geplant, bei denen Sie sich einbringen und mit uns sowie anderen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen können. Die genauen Termine und Orte werden hier bekannt gegeben:
    • Auftaktveranstaltung am 24.03.2026
    • Kartierungswerkstätten am 19.05.2026
    • Ziel- und Maßnahmendiskussion
      • 09.09.2026
      • 17:30 - 19:30 Uhr
      • Städtisches Jugendhaus „Villa“ (Hochwaldstraße 21 b, 02763 Zittau)
    • Verkehrsszenariendiskussion und Priorisierung der Maßnahmen im Februar 2027
    • Abschlussveranstaltung im Juni 2027

 

Mobilitäts-Büro:

  • Zusätzlich zu den Öffentlichkeitsveranstaltungen und der Online-Beteiligung ist im ehemaligen Teeladen in der Inneren Weberstraße 6 in Zittau ein Mobilitäts-Büro mit dem Motto "Zittau bewegt uns alle" eingerichtet. Hier können Sie sich zu regelmäßig wechselnden Öffnungszeiten über den Mobilitätsplan informieren und eigene Anregungen einbringen, auch wenn das Büro nicht besetzt ist.

 

Alle Beiträge werden dokumentiert und fließen in die weitere Bearbeitung des Mobilitätsplans ein. Bringen Sie sich ein – damit die Mobilität in Zittau alltagstauglich, sicher und zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung zum Mobilitätsplan Zittau und Ortsteile fand am 24. März 2026 statt:
Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung Zittau bewegt sich.

An diesem Abend wurde das Projekt „Mobilitätsplan Zittau und Ortsteile“ vorgestellt. Die Teilnehmenden erfuhren, welche Ziele mit dem Plan verfolgt werden, wie der Ablauf geplant ist und wie sie sich in den kommenden Monaten einbringen können.

Nach kurzen Impulsen durch den Oberbürgermeister, die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft sowie die beteiligten Fachbüros stand die Perspektive der Zittauerinnen und Zittauer im Mittelpunkt: Anhand von Diskussionen an thematischen Stellwänden konnten sie Hinweise zu Stärken, Problemlagen und Entwicklungsschwerpunkten der Mobilität in Zittau einbringen. Anschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam diskutiert und eingeordnet.

 

Rückblick auf die Auftaktveranstaltung vom 24. März 2026 im städtischen Jugendhaus „Villa“

 

Kommen Sie gern bei zukünftigen Veranstaltungen vorbei, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und gestalten Sie die Mobilität in Zittau aktiv mit.

Kartierungswerkstätten

Im März und Mai fanden in Zittau und Hirschfelde Kartierungswerkstätten mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichen Zielgruppen statt. Standorte waren unter anderem die Mensa der Hochschule Zittau/Görlitz, der Zittauer Marktplatz, Diska in Hirschfelde sowie das städtische Jugendhaus "Villa".

Hier konnten alltägliche Ziele, Wege sowie Chancen und Mängel in Karten festgehalten werden. Alle Beiträge werden dokumentiert und fließen in die weitere Bearbeitung des Mobilitätsplans ein.

 

Kommen Sie gern bei zukünftigen Beteiligungsveranstaltungen vorbei, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und gestalten Sie die Mobilität in Zittau aktiv mit.

 

Wenn Sie an den Veranstaltungen nicht teilnehmen konnten, können Sie Ihre Erfahrungen, Anregungen und Einschätzungen bis 23.08.2026 online im

sowie über die öffentliche Pinnwand über Padlet notieren

Fokusgruppen Fachplanung

Im Juni 2026 konnten Akteure aus den Bereichen Tourismus, Soziales, Wirtschaft und Verwaltung bei Beteiligungswerkstätten mittels Fokusgruppen die Sichtweisen und Bedarfe der von ihnen vertretenen Einrichtungen und Personengruppen in den Prozess einbringen.

Dabei wurde die Mobilität in Zittau und den Ortsteilen anhand von Hürden, Mobilitätsangeboten, Herausforderungen und Zielen diskutiert und erste Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Auch hier werden alle Beiträge dokumentiert und fließen in die weitere Bearbeitung des Mobilitätsplans ein.

 

Kommen Sie gern bei zukünftigen Beteiligungsveranstaltungen vorbei, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und gestalten Sie die Mobilität in Zittau aktiv mit.

 

Ihre Erfahrungen, Anregungen und Einschätzungen können Sie bis 23.08.2026 online im

sowie über die öffentliche Pinnwand über Padlet notieren

2. Öffentlichkeitsveranstaltung am 09.09.2026

Die Stadt Zittau lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zur zweiten Öffentlichkeitsveranstaltung „Mobilitätsplan Zittau und Ortsteile 2035“ ein:


📅 Mittwoch, 9. September 2026
🕠 17:30 – 19:30 Uhr
📍 Städtisches Jugendhaus „Villa“ (Hochwaldstraße 21 b, 02763 Zittau)

 

Hier werden erste Analyseergebnisse und Szenarien präsentiert. Zudem wird es eine Diskussion zu Zielbildern und Leitplanken sowie eine Abstimmung über die Maßnahmenprioritäten für die einzelnen Verkehrsarten geben.

Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ihre Erfahrungen ein und gestalten Sie die Mobilität in Zittau aktiv mit.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Sie können sich bereits jetzt unter info@stadtentwicklung-zittau.de anmelden. Eine Teilnahme ist jedoch auch ohne Anmeldung möglich.

Das Team

 

 

 

STRATMO

Strategische Mobilitätsplanung

Düsseldorfer Straße 75
10719 Berlin

Telefon: 0176 56842107
E-Mail: info@stratmo.de

www.stratmo.de

 

 

 

 

 

PTV Group

PTV Transport Consult GmbH

Straßburger Platz 1
01307 Dresden

Telefon: 0351 409090
E-Mail: dresden@consult.ptvgroup.com

www.consult.ptvgroup.com

 

 

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen:

Was ist ein SUMP / Mobilitätsplan?

Ein Nachhaltiger Mobilitätsplan (Sustainable Urban Mobility Plan, kurz SUMP) ist ein strategischer Plan, mit dem Städte und Gemeinden die Mobilität langfristig umweltverträglicher, sicherer und lebenswerter gestalten. Dabei werden Verkehr, Stadtentwicklung, Umweltschutz und Soziales gemeinsam betrachtet und Maßnahmen für Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV und den Kfz-Verkehr aufeinander abgestimmt. Die Erstellung solcher Pläne wird in Deutschland durch Programme des Bundes gefördert, damit Kommunen systematisch und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Mobilitätslösungen entwickeln können.